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Entwicklung eines Konstruktionssystems für punktförmige Verbindungsnähte auf der Basis von Spannungen

 
: Neugebauer, Reimund; Riedel, F.; Marx, R.

:
Preprint urn:nbn:de:0011-n-1233382 (654 KByte PDF)
MD5 Fingerprint: 6de9623d95fa9f5c379bc95b1b9348d3
Created on: 3.5.2011


Europäische Forschungsgesellschaft für Blechverarbeitung e.V. -EFB-:
Bauteile der Zukunft - Methoden und Prozesse : Tagungsband T31 des 30. EFB-Kolloquiums Blechverarbeitung, 2. und 3. März 2010, Bad Boll
Hannover: EFB, 2010 (EFB-Kolloquium T31)
ISBN: 978-3-86776-343-1
pp.95-104
Europäische Forschungsgesellschaft für Blechverarbeitung (Kolloquium) <30, 2010, Bad Boll>
German
Conference Paper, Electronic Publication
Fraunhofer IWU ()
spannungsbasierte Bemessung; punktförmige Verbindung; analytischer Festigkeitsnachweis

Abstract
Für die analytische Bemessung von gefügten punktförmigen Verbindungen wird die Entwicklung eines Konstruktionssystems vorgestellt, welches universell ingenieurtechnisch handhabbar ist. Dabei besteht die wesentliche Entwicklung darin, dass die Bemessung und der Festigkeitsnachweis von punktförmigen Fügenähten auf der Basis von Spannungen erfolgen. Das bietet den entscheidenden Vorteil, dass die Festigkeit punktförmiger Verbindungsnähte direkt mit der jeweiligen Grundwerkstofffestigkeit der zu verbindenden Werkstoffe vergleichbar ist. Ebenso ist die Darstellung der erzielbaren Festigkeiten bei der Anwendung verschiedener Fügesysteme direkt möglich. Das vorgestellte Konstruktionssystem bietet ein großes ingenieurtechnisches Anwendungspotenzial, insbesondere auch für kleine und mittlere Unternehmen.
Die Zusammenfassung der Ergebnisse aus 2 AiF-Forschungsvorhaben zeigen verschiedene überraschende Aussagen. Beispielsweise verliert die detaillierte Unterscheidung von mechanisch gefügten Verbindungen (nach z. B. Clinchverfahren, Werkzeugen) an verschiedenen Feinblechen (Art, Blechdicke) beim direkten Festigkeitsvergleich der Fügenähte nahezu an Bedeutung. Geclinchte Fügenähte haben z. B. ein signifikantes Festigkeitsverhalten, welches sich hauptsächlich nur noch davon unterscheidet, ob Stahl- oder Aluminiumwerkstoffe gefügt wurden. Der Unterschied von einigen 100 N beim Vergleich der maximalen Scherzugkräfte von verschiedenen Einpunktverbindungen (dem oft zu viel Bedeutung beigemessen wird) verliert sich in der Streuung, beim Vergleich der Nahtfestigkeit mit der jeweiligen Grundwerkstofffestigkeit.
Der Aufbau des Konstruktionssystems lehnt sich an die DIN 18.800 an und ist auf den Eurocode 3/9 übertragbar. So werden z. B. als Verbindungskennwerte auch Nahtfaktoren (a-Werten) verwendet. Das Konstruktionssystem ist auf alle punktförmigen Verbindungsnähte, einschließlich widerstandspunktgeschweißter Nähte anwendbar.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-123338.html