Fraunhofer-Gesellschaft

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Simulation von SCM - Strategien

 
: Witthaut, M.; Hellingrath, B.

Buchholz, P.; Clausen, U. ; Sonderforschungsbereich Modellierung Großer Netze in der Logistik -SFB 559-, Dortmund:
Große Netze der Logistik : Die Ergebnisse des Sonderforschungsbereichs 559
Berlin: Springer, 2009
ISBN: 978-3-540-71047-9
ISBN: 978-3-540-71048-6
pp.59-74
German
Book Article
Fraunhofer IML ()
Supply Chain Management (SCM); simulation of SCM strategy

Abstract
In den letzen Jahren wurde eine Reihe von Strategien für die kollaborative Planung und Steuerung von Supply Chains entwickelt. Diese Strategien zielen darauf ab, über einen geregelten Informationsaustausch und eine Verflechtung der Planungs- und Steuerungsprozesse der einzelnen Unternehmen einer Supply Chain der gestiegenen Kundenanforderungen zu erfüllen und dabei gleichzeitig die Kosten der einzelnen Unternehmen im Netzwerk zu minimieren. Die Umsetzung einer SCM - Strategie in einem oder mehreren Unternehmen zu verbesserten Integration in ein logistischen Netzwerk ist daher mit einer Neustrukturierung bestehender Prozesse und Organisationsstrukturen und möglicher Investition in IT - Systeme bei den einzelnen Unternehmen verbunden. Somit sind Verfahren zur Bewertung von Kosten und Nutzen der SCM - Strategie vor deren Einführung erforderlich. Bei einer detaillierten Kosten - Nutzen - Betrachtung der Materialfluss- und Informationsprozesse müssen viele Faktoren beachtet werden, wie z.B. der Zeitbedarf für Transporte und deren statistische Verteilung oder Zeitbedarf für Planungsvorgänge und für die Informationsweitergabe , so dass ein dynamische zeitbehaftete Modellbildung sinnvoll ist. Mit Simulationssoftware wurden Experimente zur Untermauerung bzw. Wiederlegung von Aussagen über die Auswirkungen einzelner SCM - Strategien bzw. deren Parametrisierung für eine dreistufige Supply Chain der Automobilzuliefererindustrie durchgeführt. Insbesondere wurde die Strategie der konventionellen Bestellung von Stufe zu Stufe mit einer beschleunigten Informationsweitergabe (Information Sharing) verglichen. Es konnte mit diesen Experimenten die grundlegende Hypothese bekräftigt werden, dass eine Informationsweitergabe zwischen den Unternehmen des Supply Chain eine Optimierung der unternehmensinternen (Bestände, Auslastungsgrad). Aber auch der netzwerkweiten Zielgrößen (Termintreue) ermöglicht. Die Simulationsergebnisse zeigen, dass durch die Strategie des Information Sharing vor allem die vorgelagerten Stufen der Suppply Chain profitieren. Die Ergebnisse verdeutlichen zudem, dass das Ausmaß der Auswirkungen des Information Sharing (IS) sowohl von der Schwankung des Endkundenbedarfs als auch von der Auslastungssituation der Unternehmen abhängig ist. Sind diese beide gleichzeitig relativ hoch, so resultieren signifikante Verbesserungen aus der Strategie des IS für alle Unternehmen der Supply Chain.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-120643.html