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Exergie-Analyse auf kommunaler Ebene am Beispiel der ökologischen Siedlung Oberzwehren

 
: Morgenstern, K.; Sager, C.; Lück, K.; Torio, H.

Der Geothermiekongress 2009. Tagungsband. CD-ROM : Bochum, 17.-19. November 2009
Geeste: Geothermische Vereinigung, 2009
ISBN: 978-3-932570-64-3
8 pp.
Geothermiekongress <2009, Bochum>
German
Conference Paper
Fraunhofer IBP ()

Abstract
Im Rahmen einer Exergie-Analyse werden Energieflüsse nicht nur bezüglich ihrer Quantität bewertet, sondern es wird auch ihre Qualität berücksichtigt. Es wird also nicht nur analysiert, ob eine zur Verfügung stehende Energiemenge ausreichend ist, um z.B. ein Gebäude zu heizen, sondern der genutzte Energieträger wird auch mit Bezug auf seine Nutzbarkeit für höherwertigere Anwendungen bewertet. Dazu dient das Konzept der Exergie. Das ist der Anteil der Energie, der vollständig in Arbeit umgewandelt werden kann. So wird z.B. in der Gebäudeheizung Raumwärme im Bereich von 20 Grad Celsius bereitgestellt. Die Nutzung von Strom für diesen Zweck wäre mit einem hohen Exergieverlust verbunden, denn Strom kann nahezu vollständig in Arbeit umgewandelt werden. Dagegen wäre z.B. die Abwärme industrieller Produktionsprozesse wegen ihres ohnehin geringen Exergieinhalts besser an die exergetisch geringen Anforderungen der Raumheizung angepasst. In Kommunen liegen Energieerzeugung und -verbrauch räumlich oft sehr nah beieinander. Daher ist die kommunale Ebene in besonderer Weise geeignet, um die Hilfe der Exergie-Analyse die Energieversorgung zu optimieren. Energieverbraucher können z.B. in Richtung abnehmender Exergieanforderungen nacheinander geschaltet werden (Kaskadierung). Im Projekt "Ökologische Siedlungsentwicklung Kassel-Oberzwehren" werden Möglichkeiten einer solchen Optimierung für ein Neubaugebiet im Rahmen des BMWi-Programms EnEFF:Stadt untersucht. Dabei wird die Verbrauchsseite optimiert, indem durch bauliche Vorgaben hohe Energieeffizienzstandards verwirklicht werden. Auf der Versorgerseite werden innovative Konzepte z.B. durch die Nutzung eines vorhandenen Fernwärmerücklaufs verwirklicht. Im Rahmen dieses Beitrags wird das Exergiekonzept erläutert. Beispielhaft wird die Energiebereitstellung in Wohngebäuden exergetische Optimierung der ökologischen Siedlung Oberzwehren im Modell genutzt.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-119062.html