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Vergleich von Niedrig-Dosis Mehrzeilen-Computertomographie und Lungenfunktion bei Patienten mit schwerem Lungenemphysem nach Lungenvolumenreduktion durch Exhale Stents

 
: Wilkens, H.; Grgic, A.; Kuhnigk, J.; Bücker, A.; Gröschel, A.; Sybrecht, G.W.

:

Deutsche Gesellschaft für Pneumologie -DGP-:
48. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e. V. 2007. Abstractband : 14. bis 17. März 2007, Mannheim
Stuttgart: Thieme, 2007 (Pneumologie 61.2007, Suppl. 1)
Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (Kongress) <48, 2007, Mannheim>
German
Conference Paper, Journal Article
Fraunhofer MEVIS ()
Stents

Abstract
Hintergrund:
Zur Zeit werden verschiedene bronchoskopische Techniken evaluiert, die zu einer Lungenvolumenreduktion führen können. Mit einem Verfahren werden extra-anatomische Verbindungen zwischen Segmentbronchien und daneben liegendem überblähten Lungengewebe über kleine, beschichtete Stents (Bronchus Technologies Inc., USA) geschaffen (Airway-bypass Prozedur, (ABP)), um eine Abnahme der dynamischen Hyperinflation zu erreichen. Die quantitative Auswertung der Datensätze der Dünnschicht-Multislice-CT (QCT) bei Patienten mit sehr schwerem Emphysem wurde mit Ergebnissen der Lungenfunktion vor und nach ABP verglichen.
Design:
Über einen Zeitraum von 18 Monaten wurden sechs Patienten prospektiv nach erfolgreicher ABP beobachtet. Die Lungenfunktion vor sowie 1 Woche, 1 Monat und 6 Monate nach ABP wurde mit QCT verglichen. Alle Datensätze wurden mit MeVis-PULMO-3D Software analysiert und folgende vier Parameter evaluiert: totales Volumen der Lunge (TLV-CT), funktionierendes Lungenvolumen (FLV), Emphysemindex (EI), und das Verhältnis zwischen dem Volumen des Luftraumes (LRV) und dem Volumen des Geweberaumes (GRV). Diese Parameter wurden mit TLC, RV, FEV1, 6-min-Gehstrecke, IGTV und RV/TLC korreliert.
Ergebnisse:
TLV-CT korrelierte sehr gut mit TLC (r=0,89), RV (r=0,93), and IGTV (r=0,91). Nach der ABP konnte keine Reduktion des TLV-CT (r=0,9) gemessen werden. Im Durchschnitt erhöhte sich der Anteil des FLV (definiert als Volumen der Lunge mit CT-gemessener Dichte größer als -950 HU) um 10% nach der ABP (p<0,05) und 6 Monate nach ABP blieb signifikant besser (6%, p<0,05). Das Verhältnis LRV/GRV erniedrigte sich um 12% nach der ABP (p<0,05), und blieb signifikant erniedrigt. FLV nach der ABP korrelierte moderat mit FEV1 (r=0,49).
Schlussfolgerung:
Die Analyse der Lungenstruktur durch Mehrzeilen-Computertomographie in Korrelation mit der Lungenfunktion ermöglicht die weitere Untersuchung von Mechanismen der ABP wie Reexpansion der normalen Lunge durch Reduktion der Hyperinflation.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-116793.html