Fraunhofer-Gesellschaft

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Professionelles Wissensmanagement bei itelligence

Ein Fitness-Check und seine Potenziale
 
: Arenz, K.-J.; Finke, I.

Bentele, M.:
Erhöhen Sie Ihren BQ! : Business Intelligenz Quotient. Erfolgsfaktor für Unternehmen und Organisationen, steigt proportional zu effizientem Wissensmanagement. Kongressband zur KnowTech 2008, 10. Kongress zum Einsatz von Wissensmanagement in Wirtschaft und Verwaltung, Wissen macht stark. KnowTech zeigt wie. Frankfurt, 8. - 9. Oktober 2008
Poing: CMP-WEKA Verlag, 2008
ISBN: 978-3-7723-3990-5
pp.199-205
KnowTech <10, 2008, Frankfurt/Main>
German
Conference Paper
Fraunhofer IPK ()

Abstract
Ein systematisches und professionelles Wissensmanagement mit dem Schwerpunkt auf wichtige Wissensgebiete und auf wissensintensive Prozesse kann mit Hilfe eines Fitness-Checks aufgebaut werden. Als Fallbeispiel für die Umsetzung eines solchen Konzepts dient der IT-Komplettdienstleister itelligence aus dem SAP-Umfeld mit rund 1.220 Mitarbeitern in 16 Ländern in 5 Regionen, der vor allem im Bereich Consulting aktiv ist. Die Bedeutung von Wissensmanagement in diesem Kontext wurde bereits früh erkannt, Unter Einbezug der Führungskräfte wurde das 'itelligence Fitnessprogramm 2008' aufgesetzt. Zunächst wurde der Umgang mit Wissen im eigenen Unternehmen betrachtet, wobei deutlich wurde, dass auch von Kundenseite immer wieder Bedarf nach Erfahrungssicherung jenseits digitaler Kommunikation und technologischer Unterstützung geäußert wird. In Zusammenarbeit mit dem Competence Center Wissensmanagement am Fraunhofer IPK (Berlin), erarbeitete eine Arbeitsgruppe Schwerpunkte und Fragen als Grundlage für die Entwicklung eines unternehmensspezifischen Fitness-Check 'it.KM Check'. Der it.KM Check zeichnet sich durch das Ranking von Wissensgebieten und der zielgerichteten Bewertung der Kernaktivitäten im Umgang mit Wissen aus. Anfang 2008 erfolgte die Online- Befragung bei itelligence, an der insgesamt 237 Mitarbeiter und damit rund 40% der Zielgruppe teilnahmen. Konstatiert wurde zudem eine konstruktive und engagierte Teilnahme vieler Teilnehmer. Fach- und Methodenwissen, Wissen über die eigene Organisation sowie das Wissen über Produkte und Projekte wurden als besonders wichtig eingestuft. Es zeigte sich aber, dass das Wissen über Projekte gemessen an seiner Wichtigkeit nur wenig intern verfügbar ist. Fach- und Methodenwissen als zentrales Bindeglied zwischen Personen und Projekten krankt an der fehlenden Transparenz über die Wissensträger im Unternehmen und gemeinsamen Speicher- und Arbeitsstrukturen. Ähnlich sind die Ergebnisse zur IT-Infrastruktur: es fehlt an integrierten, zusammenhängenden Werkzeugen zum Wissenstransfer. Aus den Ergebnissen ergab sich unter anderem Handlungsbedarf auf folgenden Ebenen: Verstärkung der Prozesssicht im Umgang mit Wissen; mehr Transparenz durch Wissensstrukturierung; bessere Integration von vorhandenen Lösungen. Erste Ansötze in diese Richtung wurden bereits erfolgreich umgesetzt. Die Erfahrungen zeigen, dass der Fitness-Check die Teilnehmer für Wissensmanagement sensibilisiert und dabei hilft, relevantes Wissen zu identifizieren. Er zeigt zudem Handlungsfelder für konkrete Lösungen auf.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-112971.html