Fraunhofer-Gesellschaft

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Fit für den Wissenswettbewerb mit ProWis

Prozessorientiertes Wissensmanagement im Mittelstand
 
: Voigt, S.; Gatzke, J.; Kohl, I.; Orth, R.; Ulmer, P.

Bentele, M.:
Geteiltes Wissen ist doppeltes Wissen : KnowTech 2009, 11. Kongress zum IT-gestützten Wissensmanagement in Unternehmen und Organisationen, Bad Homburg, 6. - 7. Oktober 2009
Poing: CMP-WEKA Verlag, 2009
ISBN: 978-3-7723-1470-4
pp.561-569
Kongress zum IT-gestützten Wissensmanagement in Unternehmen und Organisationen (KnowTech) <11, 2009, Bad Homburg>
German
Conference Paper
Fraunhofer IPK ()
Wissensmanagement; Mittelstand; Prozess

Abstract
Vor allem mittelständische Unternehmen benötigen einfache Vorgehensweisen für die effiziente Nutzung von Wissen. Im Verbundprojekt ProWis wurden daher 15 KMU durch die Fraunhofer-Institute IFF und IPK bei der nachhaltigen Umsetzung von Wissensmanagement unterstützt und begleitet. Es wurde ein Methodenset entwickelt, das KMU befähigt, mit überschaubarem Aufwand Wissensmanagement im Unternehmen einzuführen und so zentrale Geschäftsprozesse zu optimieren. Wesentlich bei der Umsetzung ist ein pragmatisches Vorgehen in acht Schritten, das mit einer ausführlichen Analyse und einer systematischen Beschreibung der Ausgangssituation und der bestehenden Rahmenbedingungen beginnt. Dazu werden qualitative und quantitative Methoden des Fraunhofer IPK eingesetzt. Es folgt ein Wissensmanagement-Audit mit standardisierten Online-Fragebogen zur Identifikation von Wissensbedarf und -verfügbarkeit sowie den vorhandenen Kernaktivitäten und Gestaltungsfeldern. In einer Geschäftsprozessorientierten Wissensmanagement-Analyse werden gezielt die Wissensdomänen betrachtet, bei denen Relevanz und Verfügbarkeit weit auseinander liegen. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse entsteht schließlich ein detailliertes Bild über bestehende Defizite, woraufhin konkrete Ansatzpunkte zur Optimierung des Umgangs mit Wissen innerhalb der Geschäftsprozesse des Unternehmens ermittelt werden. Beide Analysemethoden wurden im Verlauf der Projektdauer soweit vereinfacht und standardisiert, dass sie von mittelständischen Unternehmen selbst angewendet werden können. Erfolgsfaktoren bei der Einführung sind vor allem: kleine Schritte und schnelle Erfolge; die begleitende Kommunikation an die Mitarbeiter und deren Einbeziehung; Projektleiter mit definierten Zuständigkeiten und Budget; eine dezidierte Unterstützung des Managements; klares, einfaches und systematisches Vorgehen sowie die externe Begleitung. Besonders die (sehr zurückhaltende) Begleitung wurde als sehr positiv von den Unternehmen empfunden, da sie Kontinuität und Objektivität in den Einführungsprozess brachte. Der ProWis-Ansatz bietet demnach die richtige Mischung von Beratungsleistung und selbstorganisiertem Handeln.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-112969.html