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Substituierte molekulare Naphthalin-Pinzetten als Rezeptormodelle für Enzymmimetika

Synthese und Eigenschaften der wasserlöslichen Bisphosphonat-Pinzette
 
: Nellesen, A.

:
Fulltext (PDF; )

Essen, 2008, 151 Bl.
Duisburg-Essen, Univ., Diss., 2008
URN: urn:nbn:de:hbz:465-20081111-135913-9
German
Dissertation, Electronic Publication
Fraunhofer UMSICHT Oberhausen ()
supramolecular chemistry; molecular tweezers; synthesis; material property

Abstract
Bereits vor über 100 Jahren legte Emil Fischer mit dem Schlüssel-Schloß-Prinzip, mit dem er das Zusammenspiel von Enzymen und Substraten erklärte, den Grundstein zur heutigen supramolekularen Chemie. Der Begriff wurde 1978 von J.-M. Lehn definiert als das Gebiet, das sich im Gegensatz zur klassischen organischen Chemie nicht mit kovalenten Bindungen und Molekülen, sondern mit intermolekularen, nicht-kovalenten Bindungen und den daraus zusammengesetzten Molekülverbänden befasst. Seitdem gibt es intensive Forschungsarbeiten und zahllose Publikationen, die sich mit supramolekularer Chemie beschäftigen. Die Bindungsmotive der supramolekularen Chemie resultieren aus den so genannten schwachen Wechselwirkungen, die sich über Wasserstoffbrückenbindungen, ionische Wechselwirkungen, Dipol-Dipol-Wechselwirkungen und van-der-Waals-Wechselwirkungen erstrecken.
Heute stellt die supramolekulare Chemie eine der wichtigsten naturwissenschaftlichen Querschnittsdisziplinen dar; so basiert beispielsweise der sogenannte bottom up - Ansatz in der Nanotechnologie auf dem supramolekularen Prinzip der Selbstorganisation, biochemische Vorgänge sind ohne das Verständnis der ihnen zu Grunde liegenden intermolekularen Wechselwirkungen nicht zu begreifen geschweige denn gezielt zu beeinflussen und einige Bereiche der supramolekularen Chemie, wie z. B. die Kolloidchemie, stellen längst eigenständige Forschungsgebiete dar.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-103594.html