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Lagerung von Umweltproben für biologische Fragestellungen im Rahmen der Umweltprobenbank

Poster zu den Jahrestagungen GDCh-Fachgruppe Umweltchemie und Ökotoxikologie. SETAC-GLB, Braunschweig 2002
 
: Simon, M.; Hund-Rinke, K.; Schlüter, C.

:
urn:nbn:de:0011-b-901886 (108 KByte PDF)
MD5 Fingerprint: e7bcfe36b21e50cbd5a943cd31838892
Created on: 30.01.2004


2002, 1 pp.
Gesellschaft Deutscher Chemiker, Fachgruppe Umweltchemie und Ökotoxikologie (Jahrestagung) <2002, Braunschweig>
SETAC GLB (Jahrestagung) <2002, Braunschweig>
German
Poster, Electronic Publication
Fraunhofer IME ()

Abstract
In der Umweltprobenbank des Bundes werden bisher Bodenproben mit dem Ziel gelagert, Informationen über die langfristige Entwicklung von organischen und anorganischen Schadstoffbelastungen zu erhalten. In Diskussion ist nun die Erweiterung auf biologische Fragestellungen. Ziel des vorliegenden Projektes war es, den Einfluss einer Kryokonservierung und Reaktivierung exemplarisch für ausgewählte Bodenorganismen zu erproben.

Ergebnisse
Generell sind Veränderungen biotischer Bodenparameter durch eine Bodenlagerung nicht auszuschließen. Die Stärke des Effekts schwankt dabei zwischen den einzelnen Parametern.
Bodenmikrobielle Aktivität:
- vergleichbare Ergebnisse von gelagerten und frischen Bodenproben;
- bei niedrigen Absolutwerten kann die Bodenbehandlung zu einer Stimulation der Bodenaktivität führen.
Biozönose:
- die Effekte der Bodenlagerung sind abhängig von der Bodenart;
- Reduktion der mikrobiellen Biomasse (Gesamtmenge Phospholipide) bei niedrigen Absolutwerten;
- deutliche Beeinträchtigung in der Zusammensetzung der mikrobiellen Biozönose;
- die Wiederfindung von Nematoden in bindigem Boden ist stark reduziert: Mögliche Erklärung: ,,Frostsprengung" der Tiere durch Eiskristalle aufgrund höherer Bodenfeuchte;
- Keine Auswirkung der Bodenlagerung auf die Zusammensetzung der Nematoden-Biozönose.

Schlussfolgerung
- die Bodenfunktion ist nach der gewählten Kryokonservierung und Reaktivierung weitgehend vergleichbar mit frischem Boden;
- Aussagen über die Struktur von Biozönosen können mit den zurzeit zur Verfügung stehenden Methoden nur eingeschränkt getätigt werden: ermittelte Dominanzen sollten nicht überbewertet werden; Beschränkung der Ergebnisinterpretation zurzeit auf Spektren (Vorliegen einzelner PLFAs, Tierarten).

: http://publica.fraunhofer.de/documents/B-90188.html