Fraunhofer-Gesellschaft

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Algen auf Außenwänden - Bauphysik als Ursache? Bauphysik als Lösung!

 
: Künzel, H.M.; Krus, M.; Sedlbauer, K.

:
Fulltext urn:nbn:de:0011-b-785089 (166 KByte PDF)
MD5 Fingerprint: 2002883fba23d308eeadeb0ade99bb20
Created on: 7.6.2008


Venzmer, H.:
Mikroorganismen und Bauwerksinstandsetzung: Veralgung von Fassaden und Mauerwerksentsalzung mit denitrifizierenden Bakterien. Vorträge 3. Dahlberg-Kolloquium
Berlin: Verlag für Bauwesen, 2001 (Schriftenreihe Altbauinstandsetzung 3)
ISBN: 3-345-00791-6
pp.75-84
Dahlberg-Kolloquium <3, 2001, Wismar>
German
Conference Paper, Electronic Publication
Fraunhofer IBP ()

Abstract
Aufgrund des Zwanges zum Energiesparen werden die Fassaden neuer oder sanierter Gebäude durch hohe Dämmschichten wärmetechnisch so stark vom Innenraum abgekoppelt, daß sich auf ihnen Tauwasser durch nächtliche Unterkühlung bilden kann. Die Folge sind zunehmende Beschwerden über großflächigen Algen- pder Pilzbewuchs, insbesondere auf Wärmedämmverbundsystemen. Zur Abschätzung der Oberflächenfeuchte und damit der Wachstumsbedingungen von Mikroorganismen an Außenwänden wurden Objektmessungen hinsichtlich der im Tageszyklus auftretenden hygrothermischen Verhältnisse neu ausgewertet. Dabei zeigte sich, daß Wärmedämmverbundsysteme für Algenbewuchs anfälliger sind als monolithische Wände. Das bessere Abschneiden monolithischer Fassaden ist auf deren größere Wärmespeicherfähigkeit zurückzuführen, die einer Unterkühlung durch langwellige Abstrahlung entgegenwirkt. Eine Lösung des Algenproblems von Wärmedämmverbundsystemen könnten infrarot reflektierende Anstriche darstellen, die im Freilandversuch eine deutliche Verminderung der nächtlichen Unterkühlung erbracht haben. Weitere Lösungsansätze werden derzeit in einem großen Verbundvorhaben beleuchtet.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/B-78508.html